Verfügbarkeitsmanagement
Lassen Sie uns einen Blick auf einige Dinge werfen, die die Verfügbarkeit eines R/3 Systems auf Windows NT und Windows 2000 beeinflussen können. Zusätzlich zu Situationen innerhalb Ihrer R/3 Umgebung existieren Abhängigkeiten zu vielen anderen Systemen, um den optimalen Durchsatz des zugrundeliegenden Netzwerks, der Hardware und des Betriebssystems, der Datenbank(en) und weiteren Anwendungen zu ermöglichen. Sogar andere Systemmanagement-Werkzeuge, wie automatische Datensicherungs-Tools, können eine beträchtliche Auswirkung auf die Verfügbarkeit und Performance haben.
Dezentralisierte Architektur
Zunächst haben wir die dezentralisierte Natur einer typischen Windows Server Umgebung. Anstatt von einer oder zwei UNIX Maschinen, setzen Firmen fünf, zehn, oder mehr vernetzte Windows Systeme für die gleiche Gesamtlast ein (wobei immer noch Kosten eingespart werden). Die damit verbundene Komplexität, mehr vernetzte Maschinen, die über mehr Netzwerkverbindungen kommunizieren, zu administrieren, benötigt eine gesteigerte Aufmerksamkeit bei der Verwaltung. Performance und Verfügbarkeit können nachhaltig durch den Ausfall oder die Überlastung einzelner Netzverbindungen, überlastete CPUs und Platten, sowie dem Ausfall mehrerer unterschiedlicher Windows Dienste beeinträchtigt werden.
Server Hardware
Die Hardware, auf der das R/3-System läuft, muss ebenso überwacht werden. Events, wie das Ausfallen eines Lüfters oder physische Plattenfehler, führen oftmals zu nicht geplanten Systemausfällen. Die Überwachung des Status der Hardware ist kritisch, wenn es darum geht, die Verfügbarkeit des R/3-Systems zu gewährleisten.
Die Datenbank
Der R/3-Datenspeicher ist unter Windows meistens Oracle oder Microsoft SQL Server und muss ebenso überwacht und verwaltet werden. Das SAP Computer Center Management System™ (CCMS™) bietet eine gute Sicht auf den Status einer Datenbank, insbesondere aus der Sicht der Nutzung durch das R/3-System, aber es gibt weitere Metriken, die nicht durch CCMS überwacht werden, die nachhaltige Auswirkungen auf die Verfügbarkeit und die Performance haben können.
Dritthersteller und externe Anwendungen
Eine Vielzahl weiterer Anwendungen, die Schnittstellen in R/3 haben, können die angestrebte Performance und Verfügbarkeit des Gesamtsystems stören. Diese sind unter anderem Messaging Systeme, wie Microsoft Exchange oder Lotus Notes, und Internet Server, wie Microsoft IIS. Sogar der Ausfall einer automatisierten Backuplösung zur Sicherung von R/3-Daten, wie Legato NetWorker, Computer Associates ARCserve IT, oder Veritas Backup Exec kann negative Auswirkung auf das gesamte R/3-System nach sich ziehen.
R/3’s Kritische Prozesse
Letztendlich, gibt es innerhalb des eigentlichen R/3-Systems eine ganze Reihe von Bereichen, die Verfügbarkeit und Performance stören können. Die kritischsten Komponenten, die auf ihre Verfügbarkeit hin überwacht werden müssen (vom R/3-Gesichtspunkt), sind die R/3 Message und Dispatcher Dienste. Wenn der Message Dienst ausfällt, kann das System nicht mehr auf Anfragen reagieren. Wenn der Dispatcher Dienst ausfällt, steht mindestens ein Application-Server nicht mehr zur Verfügung.
Performance Management
Wir haben eine ganze Reihe von unterschiedlichen Bereichen in der Ansammlung von System-Komponenten untersucht, die ein R/3-System ausmachen. Jede einzelne dieser Komponenten muss auf ihre generelle Verfügbarkeit und ihren Durchsatz hin überwacht werden, um eine hohe Verfügbarkeit des gesamten R/3-Systems sicherzustellen. Aber Systemverfügbarkeit und Antwortzeiten bilden nur den „Hier und Jetzt“ Teil des System-Managements. Auch wenn Sie zur Zeit hohe Durchsatzraten erzielen können, wie stellen Sie sicher, dass dies in der nächsten Woche so bleiben wird? Nächsten Monat? Nächstes Jahr?
Die ideale Lösung ist ein Repository, in dem alle zu Überwachungszwecken gesammelte Performancedaten Ihrer R/3-Umgebung abgelegt sind. Ein solches Repository, kombiniert mit einer entsprechenden Anzahl von Reports (und einem Adhoc Reporting Tool), stellt einen großen, zusätzlichen Wert dar. Das Ermöglichen einer proaktiven Antwort auf Trends, die die zukünftige Performance beeinflussen, sowie die Möglichkeit, Daten für die Dokumentation von erreichten Service Level Zielen zur Verfügung zu stellen, sind die beiden Hauptvorteile.
Proaktives Agieren auf Performance Trends
Ihr RZ-Betrieb hat die Aufgabe, zu gewährleisten, dass die Systeme mit einer hohen Verfügbarkeit und geringen Antwortzeiten zur Verfügung stehen und stehen werden. Das bedeutet, dass man Performance Trends und Stosszeiten in der Nutzung dieser Systeme immer im Auge behalten muss, um rechtzeitig Änderungen vornehmen zu können, damit vereinbarte Service Level zwischen Ihnen und Ihren Kunden eingehalten werden. Wie steigt der Plattenbedarf bei steigender Anzahl von Anwendern? Wie sieht es mit der CPU-Auslastung aus? Wie verändert sich die Last des Systems im Laufe eines Monats? Gibt es Stosszeiten bei der Monatsendverarbeitung, die Sie entsprechend berücksichtigen müssen? Wie sieht es mit den Quartals- und Jahresabschlüssen aus?
All diese und viele andere Fragen können mit entsprechenden Reports beantwortet werden, die sich auf gesammelte Performancedaten beziehen.
Service Level Agreements
Der andere Grund, ein umfangreiches Data Warehouse von Performance und Verfügbarkeitsdaten Ihres R/3 -Systems anzulegen, besteht darin, die Möglichkeit bereitzustellen, auf Basis von Reports der Dokumentationspflicht vom RZ-Betrieb an interne und externe Kunden nachzukommen und zu beweisen, dass Service Level eingehalten worden sind. Reports wie durchschnittliche Dialog-Antwortzeiten eines Tages, einer Woche oder eines Monats können die Einhaltung von Vereinbarungen oder Problembereiche aufzeigen. Dies wird dann besonders hilfreich, wenn man diese Reports in einzelne Geschäftsbereiche, R/3 -Module und Organisationseinheiten unterteilen kann.